Die Zerrissene ist nun endlich bereit, in Farbe getaucht zu werden. Wenn der eigene Körper vor Schmerz nach Hilfe ruft, muss auch der Geist mal zur Ruhe kommen. Gesagt, getan – und so kann Nadin nach Monaten ihrem Maskenbild „Medusa“ bald auch Leben und Farbe einzuhauchen.
…wenn die „mittlere“ mit ihren 7 Jahren auf einmal selbst den Modellier-Ton, etwas Draht und das Airbush-Zeugs in die Hand nimmt und einfach loslegt… Macht das schon Stolz! Auch das Ergebnis kann sich beim ersten Versuch schon sehen lassen!
Nach einer echt anstrengenden Siedelwoche haben wir uns heute mal einen Tag Pause vom Chaos in der Wohnung im Atelier gegönnt. Nadin hat endlich wieder einmal an ihrer „Medusa“ gearbeitet und ich habe an den Flügeln von Nadin weitergemalt. Wieder einmal Angekommen!
Wenn die Dinge stimmig sind, öffnet sich eine Tür nach der anderen.
Jahrelang haben wir nach einem leistbaren Atelier gesucht. In Bad Leonfelden haben wir sogar zwei Räume vollständig renoviert – und sind letztlich doch an der Feuchtigkeit in den Wänden gescheitert.
Mit unserem Umzug nach Marchtrenk im Februar 2026 hat sich nun unerwartet und innerhalb weniger Tage jetzt schon eine neue Möglichkeit ergeben: Durch die Unterstützung von Christians neuem Chef konnten wir einen kleinen, feinen künstlerischen Raum in einer ehemaligen Musikschule finden.
Ab diesem Wochenende sind wir in der Linzer Straße 43 in Marchtrenk besuchbar. (Bitte nur in kleiner Runde – mehr als drei Personen gleichzeitig wird’s sonst gemütlich eng 😉)
Zum Geburtstag gabs was schönes vom Künstlerfachhandel und schon musste die schwarze Leinwand in etwas Farbe getaucht werden. Viel Arbeit noch vor mir, aber nach einem Wochenende erkennt man zumindest schon mal wohin die Reise wohl geht:
„Alles ist vergänglich. Nur nicht der Augenblick, der uns lebendig erhält und unsterblich fühlen lässt.“
Einige Bilder sind parallel in Arbeit und … ja, was solls – einfach nur (w)irre! Aber es geht jeden Tag ein wenig weiter 😉
Bild 1: Welle oder Teilchen? Licht!
Bild 2: In Arbeit – Nadin´s Flauschi-Drache
Bild 3: Das Jahr der Schlange
Bild 4: Nach dem Lied von Porcupine Tree – Arriving Somewhere But Not Here (Irgendwo angekommen, allerdings nicht hier) (wie fast alle meine Bilder – keine Ahnung was sie sollen 😉
Bild 5: Eine Liebe ist im Gemeindebau wohl zerbrochen. Das wahrscheinlich bei einer Hochzeit gemalte Herz landete im Müll. Gerettet und einfach mit den vorhandenen Linien was positives daraus gemacht. Blumen aus dem Mistkübel…
Bild 6: Auf die Erleuchtung warten. Keine Titel und kein Bild passt wohl besser zu mir. Verworrene Linien des Lebens. Der Buddha hat die Erleuchtung nicht erlangt und ist schon eins mit der Natur geworden. Er sitz uns mit dem Gesicht abgewandt und wartet immer noch…
Bild 1: Welle oder Teilchen? Licht!
Bild 2: Flauschi-Drache
Bild 3: Das Jahr der Schlange
Bild 4: Arriving somewhere
Bild 5: Liebe aus dem Gemeindebau
Bild 6: Auf Erleuchtung wartend..
Das jetzige Bild „4 Jahreszeiten“ war für mich während des Malens so sinnlos, dass ich irgendwann einfach einen großen Pimmel raufgemalt habe. Aus dem Pimmel ist dann aber wieder das pure Leben gesprossen und so konnte ich doch noch Frieden mit dem Bild finden. Vergänglichkeit und Wiedergeburt – ein Zentrales Thema in meinen Bildern…
Die Saat des Universums auch immer wieder ein Thema in meinen Werken. 2021 angefangen, herumgelegen und nun fertiggestellt… Und nun passts auch zu den Bildern der letzten Jahre. Es war 2021 wohl ein wenig zu früh dafür.
Dieser Satz meiner Schwiegermutter, den ich mir gerade wieder ins Gedächtnis gerufen habe, begleitet mich nun schon seit einigen Jahren.
Das Jahr 2024 war für mich ein Traumjahr in der (Bild-) Produktion. Es hat sich viel getan, und zahlreiche neue Werke haben das Licht der Welt erblickt.
Ja, es ist alles noch wirrer geworden – noch mehr Linien, noch mehr Informationen in den Bildern, noch mehr scheinbares Chaos und noch viel weiter entfernt von dem, was man landläufig an die Wand hängen würde oder wofür man sogar finanziell „spenden“ würde.
Trotzdem muss ich grad innerlich lachen und ein paar Zeilen hier reinhauen.
Nach 40 Jahren des Malens bin ich so im Reinen mit mir wie nie zuvor. Oft hört man in Kunstdokumentationen: „Sie/Er war seiner Zeit voraus.“ Es entsprach nicht den gängigen künstlerischen, akademischen oder gesellschaftlichen Normen. So sei es: Ich bin wohl mit meinen Bildern meiner Zeit voraus, und das ist in Ordnung!
Zu Beginn meines Malprozesses dürfen die Kinder frei auf den leeren Malgründen austoben. Mein kreativer Prozess beginnt dort, wo unsere drei Mädels aufgehört haben – ohne Planung, ohne den Druck, gefallen zu müssen, und ohne irgendwelche Erwartungen. Schicht um Schicht, Linie um Linie entsteht schlussendlich das, was entstehen soll. Nichts wird hinzugefügt – alles, was bereits vorhanden ist, wird einfach nur sichtbar gemacht.
Ein Bild, das in dieser Realität existieren soll, wird auch so existieren.
Also, habt auch ihr keinen Stress damit!
Es ist ein vollständiges meditatives Einlassen auf den Schaffensprozess. Malt einfach drauf los und scheisst damit auch auf die vorherrschende Meinung einer völlig korrumpierten Kunstwelt!
Die einzige Konstante bei mir ist seit Jahren gute Deep-House-Musik! Mehr braucht es auch nicht, um „nicht zu gefallen“. Hört mehr „eure“ Musik! Sie heilt euch von allen Wunden!
Der Prozess dauert oft Jahre, und zahlreiche Bilder entstehen parallel zueinander. Es zieht mich hinein, ich entdecke neue Dinge oder gehe einfach in die Natur raus und/oder mache einfach mal nichts.
Es ist im Prozess eh ganz einfach: Einfach nur (gut) fühlen und in gewisser Weise ein Medium für das sein, was sein soll. Sag ich Nadin auch ständig, wenn sie wieder einmal mit zu viel Respekt vor ihrem Werk steht…
Was entstehen soll, wird irgendwann vielleicht auch mal erkannt und staunend beobachtet werden. Die richtigen Menschen werden die Dinge sehen, wie ich sie gesehen habe…
Es gibt keine Malregeln – das habe ich jahrelang im Kinderkunsthaus mit den Kindern praktiziert. Die Grundeinstellung des „Nicht-gefallen-wollens“ ist wichtiger als alles andere und fördert einen wunderbar freien Geist.
So entdecke ich auch nach Jahren in den Wirren Linien immer wieder neue Aspekte in meinen Bildern, die es wiederum wert sind, neu herausgearbeitet zu werden. Einige ältere Werke werden gerade komplett überarbeitet, was für mich eine ganz neue Erfahrung ist.
Freilich, auch wenn ich es nicht anstrebe, hat sich meine „Technik“ in den letzten Jahren stetig verbessert – vor allem werde ich immer schneller, was mir aber auch wieder gefällt, da ich so noch viel mehr voranbringe 🙂
Es passt also alles – so wie es ist!
Das Universum und meine Bilder sind grenzenlos offen… Seit Ihr es auch!
Vor allem entgegen den orangenen, dummen, autokratischen und ignoranten Kriegstreibern dieser Welt!
Es ist wichtiger als je zuvor! Die Menschheit hat doch so viel mehr zu bieten, oder? #nowar
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